Rainer Schnelle & Friends
Rainer Schnelle, Piano
Joe Gallardo, Posaune
Omar Rodriguez Calvo, Bass
Heinz Lichius, Schlagzeug
Latin Jazz
Freitag, 10.02.2012
Humburg-Haus
Barmstedt, Chemnitzstr. 10
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: 15,-- VVK / 17,-- AK

Joe Gallardo erhielt ab dem sechsten Lebensjahr Unterricht durch seinen Vater, einen Klavierlehrer. Mit 15 Jahren entdeckte er die Posaune und spielte sie in Schüler- und Amateurbands. Zwischen 1961 und 1963 arbeitete er im mexikanischen Luis-Arcaraz-Orchester und bei Stan Kenton, studierte aber auch Komposition. Mit der „Seventh Army Band“ kam er 1963 nach Stuttgart, wo er auch mit Wolfgang Dauner und Fred Braceful arbeitete. Nach dem Militärdienst studierte er in seiner Heimatstadt bis 1968 Musikerziehung. Dann arbeitete er für Nelson Riddle, Peggy Lee, Sammy Davis, aber auch mit Peter Ponzol und Abbey Rader, bevor er 1974 zu Mongo Santamaria ging, für den er u.a. „Amanecer” schrieb (Grammy 1978). 1978 zog er nach Deutschland und arbeitete als Arrangeur und Solist beim Orchester Erwin Lehn und spielte daneben mit Wolfgang Lackerschmid. Weiterhin trat er mit der „Connexion Latina” von Rudi Fuesers, mit Joe Henderson, mit Roman Schwaller, mit Wilson de Oliveira und mit der „Rhythm Combination and Brass” von Peter Herbolzheimer auf. 1991 wechselte Gallardo zur NDR Bigband und war dort als festes Mitglied bis 2008 Erster Posaunist. Währenddessen hatte an der Musikhochschule Hamburg eine Professur inne. Seit 1993 ist er zudem einer der Leiter des Landesjugendjazzorchesters Schleswig-Holstein.
Omar Rodriguez Calvo wurde 1973 in Matanzas, Kuba geboren.
1984 begann er sein Musikstudium in Matanzas und studierte von 1988 - 1994 in Havanna Kontrabass, E-Bass, klassische Musik, Jazz und populäre Musik.
Mit 17 Jahren begann er mit Argelia Fragoso und später mit Carlos Maza und Ramon Valle zu spielen.
1994 zog er nach Hamburg und spielte in den letzten 11 Jahren in Deutschland, Europa und weltweit mit Joe Gallardo, Nils Landgren, Ramon Valle, Julio Barreto, Horacio "El Negro" Hernandez, Perico
San Beat, Roy Hargrove, Mike Stern, Gabor Winand, "Orange Blue", Frank Emilio Flynn, Gerardo Nuñez und Gateway Symphony Orchestra,"Cuarteto Chanchullo", Martin Tingvall und vielen
anderen.
Der in Barmstedt geborene und heute dort lebende Jazzpianist und -Komponist Rainer Schnelle begann seine musikalische Laufbahn bereits in der Schulzeit als Gitarrist und Organist in verschiedenen Rock- und Blues-Bands. Zu den Höhepunkten dieser Zeit gehörten eine Reihe von Auftritten als 17-jähriger im Hamburger Star-Club, in dem wenige Jahre vorher die damals noch unbekannten Beatles ihre ersten Erfolge feierten. Später wurde er Mitglied in bekannten deutschen Rock-Bands wie “Amon Düül 2" und „Atlantis”, mit denen er seine ersten Tourneen absolvierte, die ihn auch ins Ausland führten.
Mit 22 Jahren begann er ein Jazz-Studium an der renommierten “Berklee College of Music” und dem “New England Conservatory” in Boston, USA, das er mit dem akademischen Grad „Master of Music” abschloss.
Seit seiner Rückkehr aus den USA im Jahre 1981 ist er, neben seiner künstlerischen Tätigkeit, ebenfalls aktiv als Studiomusiker und Jazzlehrer. Seit 1982 ist er Dozent in dem von ihm mitbegründeten Kontaktstudiengang Popularmusik (Popkurs) an der Hochschule für Theater und Musik, Hamburg. Zu seinen Studenten gehörten z.B. der Saxophonist Peter Weniger (Direktor des Jazz-Instituts Berlin), Jörg-Achim Keller (Chefdirigent der NDR-Bigband) u.v.a .
In den Jahren 1982 - 1987 begleitete er die weltbekannte amerikanische Sängerin Eartha Kitt als Pianist und musikalischer Leiter auf Konzerten im In- und Ausland. Neben zahlreichen Auftritten und Tonträger-Veröffentlichungen mit seinen eigenen Gruppen (Rainer Schnelle Trio, Tomato Kiss, Rainer Schnelle Quartett), arbeitete er mit vielen bekannten Künstlern zusammen wie Herb Geller, Ulrich Tukur, Hildegard Knef, Evelyn Künneke, Inga Rumpf, Bill Ramsey, Taj Mahal, Eberhard Weber, Wolfgang Schlüter, Benny Bailey, Manfred Schoof, Uli Beckerhoff, John Marshall, Charles Tolliver, Ingrid Caven, Hana Hegerova u.a.
Er komponierte und arrangierte Musik für die NDR-Bigband, für die er gelegentlich als Gast-Solist tätig war. Zwei Jahre lang wurden seine Melodien als Sendererkennungsmusik des NDR 2 gesendet. Er komponierte Musiken für Veranstaltungen im Industriebereich (u.a. für Volkswagen, Thyssen, Stinnes, Siemens, Postbank, Kieler Woche, Hamburg Messe), die er mit eigens zusammengestellten Bands aufführte.
Seit 2004 ist er ebenfalls tätig als Pianist und musikalischer Leiter in Musical– und Theater-Produktionen wie “My Fair Lady”, “Heiße Ecke” u.a.
Im Jahre 2008 wurde ihm als erster Jazzmusiker der Kulturpreis des Kreises Pinneberg verliehen.
Heinz Lichius ist ohne Zweifel einer der besten Schlagzeuger Europas. Dass es mit ihm wie von selbst - und wie im Fluge - geht, haben bislang viele namhafte Jazz- und Pop-Künstler zu schätzen gewusst: Maria Schneider, Bob Mintzer, Michel Petrucciani, Horace Parlan, Philip Catherine, Herb Geller, Benny Bailey, Barry Finnerty, Bill Mays, Spike Robinson, Jürgen Attigs "Low X", Joe Gallardo`s "Latino Blue", Ulla Meinecke Band , Peter Weniger Trio, die NDR Bigband, Marc Mühlbauer´s "Kaleidoscope", und das Jonas Schoen Quartett, wo er mit Pepe Berns die Rhythm-Section bildet.
